RundumGenuss

 

Lambda, Pi und der grüne Dreier

Zur Zeit lese ich in meiner gekachelten Leseecke wenig. Das liegt weniger an der fehlenden Literatur, die wäre zur Genüge vorhanden. Die Ursache ist in einem ca. 12 cm mal 6 cm großen und 170 g schweren “Universalgerät” zu suchen, dass mich schon glücklich nach Berlin und wieder nach hause brachte, mit dem ich twittere und maile, das Rezepte zum Kochen sowie ein paar schöne Spiele bereit hält und mit dem man auch telefonieren kann. Smartphone nett sich sowas wohl allgemein.

Nun bin ich nicht der große Zocker, aber ab und zu ein kleines Spielchen macht auch Spaß. Die Gelegenheitsspiele – so heißt wohl die Kategorie – sind da ein gelungener Anreiz. Mahjong, Tetris, Jewels (3 oder mehr gleiche Felder können entfernt werden – gibts auch in Variationen unter anderem Namen) und vieles andere mehr kann man ausprobieren, oder eben auch, wie ich, dran hängen bleiben.

Wobei ich einem der großen Klassiker des Computerspiels namens Tetris nicht viel abgewinnen kann. Dort zu verlieren ist immer so ernüchternd, da man genau weiß, dass man an der eigenen Unfähigkeit scheitert. Da ist für das Seelenheil ein anderer Klassiker Mahjong schon viel besser geeignet. Sicher: Auch das löst man nicht jedes mal auf, aber es gibt eben die Chance, dass man es zu einem glücksspendenden Abschluss führt. Bei Tetris verliert man am Schluss immer.

P.S.: Gelegentlich bin ich schon auf meine Überschriften hin angesprochen worden, vor allem, wenn sie den Leser erst in eine völlig andere Richtung gelenkt hatten. Da ich fürchte, dass sich diesmal der Zusammenhang zum Text gar nicht erschließt, sei erwähnt, dass die drei Begriffe Bezeichnungen sind, die ich den Steinen beim Mahjong gegeben habe, um leichter die passenden Gegenstücke zu finden. Wer sich mal die Steine in der klassischen Variante ansieht, wird es verstehen.

 

Es gibt mehr als Hotdogs in Berlin

Berlin ist immer mal wieder eine Reise wert. So habe ich mich auf den Fahrersitz meines Autos geschwungen und die zwei Stunden Fahrzeit zu einem kleinen lukullischen Ausflug genutzt. Teilweise unbestätigten Gerüchten zu Folge soll es derartige Fahrten schon gegeben haben, nur um ein Hotdog in einer Filiale eines schwedischen Möbelhauses in der Hauptstadt zu sich zu nehmen. Die war diesmal aber höchstens ein Sekundärziel und wurde letztendlich freundlich ignoriert.

In Berlin Essen zu gehen ist ob der Vielfalt ein sicher nicht ganz leichtes Unterfangen. Wer aber natürliche Lebensmittel geschmackvoll, aromenreich und optisch wohltätig zubereitet zu sich nehmen möchte, für den schränkt sich die Auswahl doch schon ganz schön ein. Sicher ist die Zahl der Restaurants immer noch größer als eins, aber es wird schon schwieriger, was passendes zu finden. Leider begannen gerade die Betriebsferien im zu lobenden Speisesalon, aber ab Mitte August steht das Team aus Norbert (Küche) und Andy (Service) wieder allen Kulinarikern  zur genussbereitenden Verfügung.

Essen fassen” heißt der Laden in der Charlottenburger Knesebeckstraße 89, der auf den ersten Blick eher durch Unauffälligkeit auffällt. Die handgeschriebene und beinahe täglich aktualisierte Speisekarte bietet eine mittags und abends genauso unterschiedliches wie außergewöhnliches. Das, was man überall bekommt, sucht man vergeblich, und eigentlich möchte man sich von oben bis unten durch die Karte fressen, weil man sich nicht entscheiden kann. Berlin ist also immer wieder eine Reise wert, und wenn es nur zum Essen fassen geht.

 

Geistreiche Bemerkungen vom 25.07.2010

Ein Mensch, der nur an sich selbst denkt, kommt im Leben nicht weit.
Dale Carnegie, amerikan. Psychologe u. Schriftsteller, (‘Sorge dich nicht – lebe!’), 1888 – 1955

Man muss wissen, wie weit man zu weit gehen kann.
Jean Cocteau

Frauen geben Fehler leichter zu als Männer. Deshalb sieht es so aus, als machten sie mehr.
Gina Lollobrigida

Es ist besser, zitierbar zu sein als ehrbar.
Tom Stoppard

Ein hübsches Kompliment ist eine glaubwürdige Übertreibung.
Peter Alexander

Wer nichts als Geld verdient, der verdient auch nichts anderes, als Geld.
Unbekannt

Ein wenig Eifersucht ist das Salz in der Suppe. Aber man kann bekanntlich auch jede Suppe versalzen.
Alberto Sordi, ital. Schauspieler, (‘Fellinis Roma’), 1920 – 2003

Das Leben ist schwer. Ein Grund mehr, es auf die leichte Schulter zu nehmen.
Emil Gött, dt. Schriftsteller, 1864 – 1908

 

Abgedreht – EiTV No. 6

Auf die Gefahr hin, den einen oder anderen Leser dieses Blogs ein wenig zu irritieren, folgen mal zwei Drehberichte hintereinander. Die Erklärung dafür liegt zum einen auf der Hand und ist zum zweiten schnell einsichtig: Die beiden Drehtermine lagen so dicht hintereinander, dass es für die Fertigstellung der No. 5 zeitlich nicht gereicht hatte, bevor die No. 6 in den Kasten kam. Dafür gibt es dann in den nächsten Tagen 2 EiTV-Folgen ziemlich zügig hintereinander im Netz. Ein konkreter neuer Drehtermin steht noch nicht an.

Diesmal über die leckeren Gerüche in der Küche nach dem Dreh zu philosophieren erübrigt sich, da wir die EiTV-Kochstelle verlassen und unter freiem Himmel (zumindest die Fertigstellung) gegart haben. Das liegt bei der Zubereitungsform des Essens auf der Hand: Es wurde gegrillt. Da roch es zwar beim Grillen recht lecker, aber durch die fehlenden Wände hatte der Duft eine ebenso fehlende Nachhaltigkeit.

Worauf kann sich der geneigte EiTV-Zuschauer freuen? Im wesentlichen auf Fleisch und Fisch. Und auf eine Idee, die selbst gestandene Gastronomen ein wenig überrascht hat: Was muss man tun, damit beim Hamburger-Grillen die Klopse nicht am Grill festkleben? Wobei ich nicht weiß, ob der Grund auch der echte ist, aber zur Verwunderung der Wirtin, von anderen Beteiligten und auch von mir haftete absolut nichts vom Hackfleisch am Grillrost.

Da die Hauptmahlzeit aus Spießen, echten Männer-Schaschliks bestand, und hinterher noch ein paar Spieße übrig waren, gab es auch Gemüsespieße, um dem Magen eine gewisse Erholung zu gönnen.  Wie immer bei solchen Aktionen bereit man meist knapp doppelt so viel zu, wie im besten Fall gegessen wird. Deswegen geht der Dank des EiTV-Teams an die Teilnehmer des freitäglichen Blogger-/Piratenstammtischs (19 Uhr, Torcafé), die nicht nur beim Verzehr, sondern auch bei der Grillinbetriebsetzung und -bedienung tatkräftig halfen.

 

Geistreiche Bemerkungen vom 18.07.2010

Den guten Seemann zeigt das schlechte Wetter.
Sprichwort

Der gnädigste von allen Richtern ist der Kenner.
Friedrich Schiller

Der sicherste Weg, in die Zeitung zu kommen, besteht darin, eine zu lesen, während man die Straße überquert.
Alberto Sordi, ital. Schauspieler, (‘Fellinis Roma’), 1920 – 2003

Fordere viel von dir selbst und erwarte wenig von den anderen. So wird dir Ärger erspart bleiben.
Konfuzius

Es war mir wieder einmal ein außerordentliches Vergnügen, Sie ignoriert zu haben.
Andreas Egert, dt. Journalist, Publizist u. Aphoristiker, (2002 ‘fehlfarbenfroh’), geb. 1968

Flitterwochen sind eine Probezeit, in der keine Reklamationen mehr angenommen werden.
Peter Sellers, Richard Henry Sellers, brit. Schauspieler, (‘Inspektor Closeau’), 1925 – 1980

Der Verstand ist wie eine Fahrkarte: Sie hat nur dann einen Sinn, wenn sie benutzt wird.
Ernst R. Hauschka

Alle Lebewesen, außer den Menschen wissen, dass der Hauptzweck des Lebens darin besteht, es zu genießen.
Samuel Butler, brit. Schriftsteller, 1835 – 1902)

RuGCast - Der Podcast von RundumGenuss