Archiv für die Kategorie ‘Technik’

Konkurrenz belebt das Geschäft

In Neubrandenburg bewegt sich großes. War es Deutschlands größtes, Europas oder der Welt größtes? Aber so die Größenordnung sollte es sein. Und es ist sogar konstruktiv. Nunja, eher dekonstruktiv, es wird nichts gebaut, sondern  zurückgebaut: die Brücke Demminer Straße. Ein riesiger Kran leistet Schwerstarbeit. So, wie unsereiner mit einem Löffel Kaffeebohnen in eine Mühle gibt, hebt er riesige und vor allem schwere Brückenteile in den Schredder.

Mitbekommen dürfte das mittlerweile im Umkreis von ein oder zwei Kilometer jeder, da das Hämmern vor allem abends und nachts in dem Umkreis gut zu hören ist (wenn ich meine Beobachtungen mal verallgemeinere). Zwischen längeren Pausen (bei Tanzveranstaltungen als ChillOutPhasen bezeichnet), dröhnen die Bässe in schnellen Rhythmen durch die Nacht und könnten unter anderem den Diskobesuch ersetzen, wenn die Versorgung mit geistigen Getränken an der Baustelle organisiert würden wäre, aber da ist noch keiner drauf gekommen.

Kommt also zur Brückendisko, bringt Euch was zu trinken mit. Und wenn ihr bei dem Takt mitkommt, dann seid ihr reif für großes! Der Kranfahrer als DJ, ein Beruf mit Zukunft.

 

Lambda, Pi und der grüne Dreier

Zur Zeit lese ich in meiner gekachelten Leseecke wenig. Das liegt weniger an der fehlenden Literatur, die wäre zur Genüge vorhanden. Die Ursache ist in einem ca. 12 cm mal 6 cm großen und 170 g schweren “Universalgerät” zu suchen, dass mich schon glücklich nach Berlin und wieder nach hause brachte, mit dem ich twittere und maile, das Rezepte zum Kochen sowie ein paar schöne Spiele bereit hält und mit dem man auch telefonieren kann. Smartphone nett sich sowas wohl allgemein.

Nun bin ich nicht der große Zocker, aber ab und zu ein kleines Spielchen macht auch Spaß. Die Gelegenheitsspiele – so heißt wohl die Kategorie – sind da ein gelungener Anreiz. Mahjong, Tetris, Jewels (3 oder mehr gleiche Felder können entfernt werden – gibts auch in Variationen unter anderem Namen) und vieles andere mehr kann man ausprobieren, oder eben auch, wie ich, dran hängen bleiben.

Wobei ich einem der großen Klassiker des Computerspiels namens Tetris nicht viel abgewinnen kann. Dort zu verlieren ist immer so ernüchternd, da man genau weiß, dass man an der eigenen Unfähigkeit scheitert. Da ist für das Seelenheil ein anderer Klassiker Mahjong schon viel besser geeignet. Sicher: Auch das löst man nicht jedes mal auf, aber es gibt eben die Chance, dass man es zu einem glücksspendenden Abschluss führt. Bei Tetris verliert man am Schluss immer.

P.S.: Gelegentlich bin ich schon auf meine Überschriften hin angesprochen worden, vor allem, wenn sie den Leser erst in eine völlig andere Richtung gelenkt hatten. Da ich fürchte, dass sich diesmal der Zusammenhang zum Text gar nicht erschließt, sei erwähnt, dass die drei Begriffe Bezeichnungen sind, die ich den Steinen beim Mahjong gegeben habe, um leichter die passenden Gegenstücke zu finden. Wer sich mal die Steine in der klassischen Variante ansieht, wird es verstehen.

 

Nur kurz

Nicht immer läuft alles auf Anhieb. Wer kennt das nicht? So habe ich eben dieses Blog auf WordPress 3.0 umgestellt. Natürlich in der deutschen Version … Zumindest habe ich diese gedownloadet und auf meinen Webserver geservert. Immerhin sind meine Texte deutsch geblieben. Das Backend ist jetzt anglifiziert. Aber damit kann ich a) leben und b) mich später noch beschäftigen.

Auch das Zusammenspiel mit meinem Firefox scheint im Backend nicht 100%-ig zu funktionieren. Der Visual-Editor zeigt sich nur bei Chrome. Also erstmal abwarten und Tee trinken.

 

Rätselhafte Kommunikationen

Als der Besuch ging und sich auf dem Hausflur – etwas mühsam – die Fußbekleidung anzog, griff ich neben den Türrahmen und reichte einen Schuhanzieher an. Die Nutzung dessen wurde zwar dankend ausgeschlagen, aber es fielen die Worte: “Da müssen wir auch mal wieder hin.” Ich nickte zustimmend. Alles klar?

Die zwischenmenschliche Kommunikation ist manchmal doch recht merkwürdig. Aber der Mensch ist ein ganzheitliches Wesen mit einem Gehirn, dass ca. 20% aller Energie des Körpers verbraucht. Da sollte eine entsprechende Denkleistung unterstellbar sein.

Die kleine Geschichte oben ist zwar so, wie sie da steht, nicht ganzheitlich, aber eigentlich vollständig, da eigenständig und nicht aus irgendeinem vorher oder hinterher stattgefundenen Zusammenhang gerissen. Wer mir jetzt noch erklären kann, was sie bedeutet und welchen Zusammenhang es zu einer kleinen Reise und einem leckeren Essen gibt (nur für fortgeschrittene oder eingeweihte), dem bringe ich vom Reiseziel was mit.

 

Wenn das Telefon 3x klingelt

…, dann geht noch nicht der Anrufbeantworter ran. Das macht er erst nach dem 4. Mal. Deswegen sei das auch nicht das Thema. Wenn man aber als Telefonteilnehmer halbwegs fix ist, dann hat man bis zum 3. Klingeln das Mobilteil ergriffen und die Telefonnummer zumindest grob identifiziert, die dort aufleuchtet. Im aktuellen Fall fing die angezeigte Zahlenfolge mit 0800330… an. Kurz dachte ich nach, was denn die Deutsche Telekom von mir wolle, dann ging ich ran und meldete mich formvollendet.

“Hallo und willkommen an meinem Telefonanschluss. Was können Sie für mich tun?” Der Callcenteragent stutzte erst ein wenig, um dann zu erwidern: “Guten Tag, mein Name ist Björn Immtun (Name geändert, hatte ihn aber sowieso nicht behalten – D. P.) von der Deutschen Telekom. Sind Sie Herr Dirk P. (Name nur verkürzt, da bekannt – D. P.)?” Nach meiner bestätigenden Antwort erfuhr ich, dass sich Herr Immtun sehr um meinen DSL-Anschluss sorgt und er ihm mit mir zusammen etwas auf die Sprünge helfen möchte.

Zur Erläuterung. Ich habe DSL2000 zu hause. Für mein Internetverhalten (Bloggen, Chatten, E-Mail, ein wenig Surfen, etwas Internetradio hören, ab und an mal ein Youtube-Video …) reicht das allemal. Als ich seinerzeit zu DSL2000 wechselte, hatte man mir für 10 oder 15 Euro mehr auch DSL6000 inkl. Telefonflatrate ins Festnetz angeboten, aber gleich bemerkt, dass ich an meinem Anschluss höchsten eine Bandbreite von 3500 bekommen würde.  Im Hinblick auf mein Telefonierverhalten habe ich mich für DSL2000 (ohne Telefonflatrate) entschieden.

Herr Immtun hatte ein in seinen Augen unschlagbares Angebot für mich: Für 5 Euro/Monat (brutto) mehr sollte ich jetzt auf DSL6000 (oder für noch mehr Geld auf DSL16000) plus Telefonierflatrate ins Festnetz umgeschaltet werden können. Der Netzausbau wäre jetzt soweit, bestätigte er mir auf eine entsprechende Nachfrage. Ich war ein wenig skeptisch: Normalerweise kosten allein die Telefonierflatrates etwa 10 Euro/Monat. Da sich mein Telefonierverhalten seit der Beauftragung des DSL2000-Anschlusses nicht verändert hat, bräuchte ich so was eigentlich nicht. Aber für 5 Euro/Monat mehr dreimal mehr DSL: Es war verlockend. Ich spielte bemerkbar mir dem Gedanken.

Endgültig weich wurde ich, als Björn persönliches anfing zu erzählen. Er wäre wohl (mit dem Blick auf die Vorwahl meiner Rufnummer) auch schon mal in Neubrandenburg gewesen und im “Zebra” aufgetreten. … Wir kamen zu den Vertragsbedingungen, die mir natürlich auch alle noch per Post zugeschickt werden würden, und dann kann ich es mir ja auch nochmal überlegen. Also: DSL6000 plus Telefonierflatrate, 2 Jahre Laufzeit (nicht sehr verbraucherfreundlich, aber üblich), Lastschriftverfahren … MOMENT MAL! STOPP! … Bisher zahle ich meine Rechnung per Überweisung. Aus grundsätzlichen Erwägungen heraus sollte das auch so bleiben, aber die Option gab es nicht.

Plopp, plopp, plopp, plopp machte es, die Ballons aus verdreifachtem DSL, Neubrandenburgbesuch, Telefonierflatrate und Zebra-Auftritt, die mich bisher in einer wohligen Schwebe gehalten hatten, platzen und ich landete wieder mit einem kleinen Knall, bedingt durch das virtuelle Auflegen zweier Telefonhörer, die vorher nur kurz Zeit für ein “Tschau” ließen, wieder auf dem Boden der Realität. Bleibt die Frage, was nun wirklich der primäre Grund für den Anruf war: Mich mit DSL6000 zu beglücken oder mich zum Lastschriftverfahren zu locken?