Beiträge mit dem Stichwort ‘Technik’

Kuckuck, wo bin ich?

Google hat mit seinem Dienst “Latitude” mal wieder einen Volltreffer gelandet.

“Latitude”? Noch nie gehört? Macht nix. Registrierte Nutzer mit GPS-fähigem Smartphone/-Handy zeigen damit Google, wo sie sich gerade befinden. Und nicht nur das: Ebenfalls registrierte und technisch ausgestattete “Freunde” können dann auch sehen, wo man sich befindet. Und weil dass alles in alle Richtungen funktioniert, weiß jede, wo jeder ist und wenn man sich einander auf bis zu 2 km genähert hat, gibt es auch eine SMS/E-Mail und kann sich dann besser aus dem Weg gehen. Wer will schließlich seine virutellen Freunde im wahren Leben begegnen, das wäre ja oft mit großen Enttäuschungen verbunden. ;-)

Als besonderen Service zeichnet Latitude auch die Standortentwicklung auf und bietet im Nachhinein an, dass man sich auch selber verfolgt. So kann man schön nachvollziehen, wo man sich so die letzte Zeit rumgetrieben hat. Das ist nützlich, wenn man irgendwo seinen Schirm vergessen oder sein Portmonee verloren hat. Man braucht nur zu schauen, wo man überall war und kann dort nachfragen.

Der Service kann aber noch mehr, wie ich jetzt beim Blick auf meinen Standortverlauf erfahren durfte. Die Datenkrake Google verfolgt uns jetzt auch schon bis hinein in unsere Träume. Hier der Beweis:

Singapur und Südafrika in den letzten 2 Tagen. Da ich mich selten an meine Träume erinnere, bin ich auch auf Spekulationen angewiesen. Ich hoffe mal, dass für den Inhalt der Träume gängige Klischees der entsprechenden Regionen hinhalten müssen.

Übrigens: An den anderen, in der Liste angegebenen Orten in Neubrandenburg und Trollenhagen war ich auch nicht, aber das könnte man noch als Messungenauigkeit abtun, da ich mich in der Stadt aufhielt. Aber Toleranzen über den halben Erdball? Oder werden jetzt auch schon unsere Träume gecrawlt?

 

Monatsrückblick ungeschriebener Artikel

Gedankensplitter, die es (bisher) noch nicht in die Langform eines Blogbeitrages geschafft haben (12/2009):

  • Wenn man mit 60 km/h aus einer 50er in eine 30er Zone fährt und dabei links von einem Bus überholt wird, wie nennt man sowas?
  • Französisch ist die Sprache der Köche, in der Sprache klingt alles sehr viel schöner, wichtiger, hochwertiger. Manche Gerichte werden erst dann richtig gut, wenn man bei ihrer Zubereitung “mie de pain” (gesprochen etwa wie mie d pa) verwendet. Klingt richtig gut und beeindruckt vor allem Leute, die kein französisch sprechen. Man könnte auch Semmelbrösel oder Paniermehl dazu sagen. ;-)
  • Je größer die Zahl der freien Tage, desto größer die technische Störung am letzten Tag davor.
  • Eigentlich ist unser Tierliebe doch etwas pervers. Da werden hierzulande hunderte, manchmal tausende Euros für OPs an Hunden, Hamstern u. a. bezahlt und Millionen Menschen leben unter der Armutsgrenze. IN DEUTSCHLAND! Außerdem verhungern weltweit ungezählte Afrikaner, Amerikaner, Asiaten und Europäer.
 

Bloggende Bäume

Sie sind noch recht jung. Aber das durchschnittliche Alter der Blogger in Deutschland liegt sowieso unterhalb des gesamtheitlichen Altersdurchschnitts. So ist es auch bei den bloggenden Bäumen. Natürlich bloggen die Bäume nicht selber. Das wäre doch etwas zuviel verlangt von der Natur. Aber sie sind aktiv dabei, geben sie doch Anlass für das lockende Thema dieses Beitrages.

Warum nur sind sie so jung? Die ganze Umgebung sieht jung aus. Nur sehr weit entfernt sind auch ältere Bäume zu sehen. Aber dort gibt es auch junge Technik: Windkraftanlagen. Es ist auch etwas windig, die großen Propeller bewegen sich träge im Wind. Auch ein paar junge Autos sind zu sehen, betagtere Modelle generieren sich als Lieferwagen oder Lkw – für die gab es ja auch keine Abwrackprämie.

Die frische Gegend, die jungen Bäume, die jungen Autos – alles zusammen ergibt den Autobahnparkplatz “Demminer Land” an der A20 zwischen den Abzweigen Jarmen und Anklam, am Sonnabend nachmittag gegen 16 Uhr, dem Zeitpunkt der Niederschrift dieser Kolumne. Aber warum erzähle ich das alles? Ich will einfach mal ausprobieren, wie es ist, unter freiem Himmel mit Datenstick am Netbook einen Artikel zu schreibe. Es geht und macht Spaß, auch wenn die Sonne manchmal etwas blendet. ;-) Gern hätte ich auch noch ein paar Fotos mit eingebunden (Natur ist ja immer wieder schön), aber mein Funknetz ist recht schwach, nur GPRS, so dass ein Bildveröffentlichen zu lange dauern würde.

 

Von nächtlichen Stadtreisen und nichtsendenden Sendern

Es gibt technische Geräte, die man nach dem Prinzip einsetzen kann: “Einbauen – Einstecken – Vergessen”. Das ist besonders dann wichtig, wenn sie zuverlässig ihre Arbeit tun sollen, vor allem an schlecht zugänglichen Orten. Da das auslösende konkrete Gerät etwas komplizierter ist, nehmen wir mal eine Steckdosenverteiler als Beispiel.

Der Verteiler leistete an der Stelle, wo er eingesetzt war, schon seit 6 oder 7 Jahren seinen Dienst. Und den machte er gut. Genauer: Das Vorgängermodell. Das wurde im Rahmen einer Erneuerung vor einigen Monaten gegen ein aktuelleres Modell ausgetauscht, aber dann nicht entsorgt sondern anderswo eingesetzt.

Eines schönen Sonntagabends geht dann, völlig überraschend, das Licht aus. Per Fernwartung kann ich von zu Hause erkennen: Am Leuchtmittel liegt es nicht. Wo liegt also die Ursache? Muss ich in die Firma, oder ist jemand anderes zuständig? Eine benachbarte, andere Lampe brennt aber noch, also scheint es keine äußere Ursache zu geben. Ich werfe mich in Hut und Mantel und mache mich auf den Weg.

Vor Ort angekommen erkenne ich folgendes: Die Lampe ist in Ordnung, müsste eigentlich leuchten. Die Kabel zur Lampe sind auch heil, die Kontakte haben keinen Defekt und die Trafostation vor dem Haus brummt wie immer. Es erscheint alles so, wie es muss. Ich habe sogar die Leuchte gegen eine andere funktionierende ausgetauscht, aber die gab auch kein Licht. War also doch der Stromversorger schuld? Eindeutig prüfen konnte ich das nicht; die zweite Lampe am gleichen Mast brannte aber nach wie vor, was den Fall unwahrscheinlich machte.

Nachdem ich zum wiederholten Mal einen Blick in den Technikraum geworfen habe, fiel mir die ansonsten auch schon dunkle, aber jetzt nicht mehr leuchtende Kontrolllampe am Verteiler auf. Sollte der defekt sein? Sein Image (s. o.) sprach dagegen. Der hat doch nicht mal einen Netzschalter. Dachte ich. Sein Vorgänger hatte jedenfalls keinen. Jetzt fand sich aber einer, und der stand auf “0″; das wurde schnell geändert und siehe da: Die Lampe brannte wieder. Das Problem war gelöst.

Wieso der aber auf “o” stand, wird wohl ein Geheimnis bleiben. Menschliche Einflussnahme würde ich ausschließen. Das Schaltgefühl beim Einschalten deutet aber darauf hin, dass der Schalter eine Art Sicherheitsschalter ist. Nur: Was hatte ihn ausgelöst? Und warum passiert sowas immer dann, wenn der für die Technik zuständigen Kollege im Urlaub ist?