Beiträge mit dem Stichwort ‘Wirtschaft’

Monatsrückblick ungeschriebener Artikel

Gedankensplitter, die es (bisher) noch nicht in die Langform eines Blogbeitrages geschafft haben (07/2010):

  • Nach meiner Rechner- und Betriebssystemumstellung auf Windows 7 ist im Moment die am häufigsten genutzte Taste die <Alt>-Taste. Das liegt weniger daran, dass ich unbedingt mein WinXP wieder haben möchte, sondern eher in meinem Unvermögen, die Menüzeile in den Programmen dauerhaft zu aktivieren.
  • Der Wirtschaft fehlen, wenn man den Medien glauben kann, qualifizierte Fachkräfte. Weil das Schulsystem der Konservativen diese aber nicht hervorbringt, wollen sie sie mal wieder importieren. Gibt es ein besseres Schuld-/Unfähigkeitseingeständnis?
 

Der Teufel trägt Pr … odukte und seine Helfer zieren rote Wämse

Große Supermärkte, zumal, wenn man wenig oft dahin geht, sind ein Ort des Teufels, der Verführung und letztendlich auch der Demütigung. Mich wunderts, dass da noch nicht gegen angegangen wird. Aber sie haben, und das ist das Zweischneidige an der Sache, durchaus auch ihre Vorteile, können sie sich doch auch einen größeren und vor allem vielfältigeren Warenbestand leisten, so dass man immer mal wieder etwas findet, was andere, vor allem kleinere Märkte nicht haben.

Fünf Punkte umfasste mein primärer Einkaufszettel (nötig für die Dreharbeiten zum nächsten EiTV)

2-3 Schalotten
500 g Tomaten
1 große Paprika-Schote (rot)
1 Knoblauchzehe / junger Knoblauch
Weißbrot

Hinzu kamen ein paar gedankliche Standards: Milch, Butter, ein leckerer Fruchtjogurt, Büffelmozzarella und noch irgendwas zum Naschen*. Am Ende fanden sich 39 Artikel auf dem Kassenzettel, der Einkaufswagen mit der Nummer 4444 war gut gefüllt und meine 4 Leinenbeutel reichten gerade so zum Abtransport aus. Und da war das Weißbrot noch gar nicht mitgerechnet, da ich das vom außerhalb befindlichen Bäcker holte. Der daneben liegende Fleischer mit eigener Produktion und Aufzucht (wobei wohl selbst die Futtermittel selbst produziert werden) bekam auch noch einen Besuch.

So endet dieser teure Nachmittag in Demut. Habe ich also mal wieder dem Gott Kon Sum geopfert. Oder ist es doch der Teufel? Ich weiß nur, dass die Rechnung höher und der Kassenzettel länger geworden wäre, wenn ich wirklich alles gekauft hätte, was mich interessierte. Aber da hat mich der Blick auf die jeweiligen Zutatenlisten vor dem Verlust zu vieler Euros bewahrt. Es gibt eben doch noch einige Stoffe in Nahrungsmitteln (ich vermeide bewusst den Begriff Lebensmittel), die da nicht reingehören. Sind sie doch drin, kommt das Produkt eben nicht in den Warenkorb.

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* Der Begriff ist etwas weiter als üblich gefasst. Gemeint ist alles Essbare, das normalerweise nicht zum Verzehr auf dem Tisch steht und den Nimbus von was besonderem hat. Der Büffelmozzarella gehört zum Beispiel dazu oder der Ziegenmilchcamembert, aber natürlich auch die Salzstangen.

RuGCast - Der Podcast von RundumGenuss

 
 

Afrika zum Mitnehmen

Afrika ist ein aufstrebender Kontinent. Nicht nur, dass im südlichsten Land in wenigen Wochen die Fußballweltmeisterschaft stattfindet, auch die Wirtschaft entwickelt sich immer weiter. Während Ägypten im Norden oder Kenia im Osten viel auf  Tourismus setzen, wird zum Beispiel im Victoriasee der Viktoriabarsch für die heimischen Tiefkühltruhen geerntet. Wein aus Südafrika oder die dazugehörigen Korken aus Marokko runden das Bild ab. Natürlich gibt es auch noch Vanille aus Madagaskar und diverse Bodenschätze auf bzw. unter dem ganzen Kontinent.

Die Regionen bezogene Vermarktung der Afrikanischen Produkte lässt im allgemeinen aber noch zu Wünsche übrig. Nach den Highlights “Pyramiden von Gizeh”, den schon erwähnten “Wein aus Südafrika” oder die “Piraten von Somalia” hört es meist auch schon auf. Aber ein westafrikanisches Land beschreitet hier jetzt neue Wege und versucht, auf dem europäischen und im besonderen auch auf dem deutschen Markt Fuß zu fassen.

Letzteres mag auch daran liegen, dass das Land bis 1914 eine deutsche Kolonie war. Heute ist die vertriebene Produktvielfalt groß; sie reicht von Kaffee und entsprechenden Getränken über verschiedene Imbissangebote bis hin zu elektronischen Diensten für Skype oder VPN. Der Trick: Hinter das entsprechende Angebot wird immer gleich der Landesname gesetzt, so ist er in aller Munde und wird nicht vergessen.

Sehr schlank zwischen Benin, Ghana, Burkina Faso und dem Atlantik gelegen, hat es Togo, das Land mit den knapp 6 Millionen Einwohnern, geschafft. Wer mit offenen Augen durch die Konsumtempel geht, findet es überall: Kaffee (anglifiziert auch: Coffee) Togo, Skype Togo, VPN Togo, Espresso Togo, Wrap Togo, Drink Togo, Crêpe Togo …

P.S.: Noch ein beinahe wahrer Wirtschaftswitz: Afrika ist eine aufstrebende Wirtschaftsmacht. Da sagen sich die  Europäer: “Vielleicht sollten wir uns dort zielstrebig einkaufen.” “Wir verkaufen aber nicht”, denken sich die Chinesen.

RuGCast - Der Podcast von RundumGenuss

 
 

Monatsrückblick ungeschriebener Artikel

Gedankensplitter, die es (bisher) noch nicht in die Langform eines Blogbeitrages geschafft haben (01/2010):

  • Wenn die Wirtschaft sich rechnen muss, spielen Menschen keine Rolle (Hans-Georg Pölitz).
  • Politik hat den Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
  • Was muss man tun, um in einer Gaststätte mit Convenience-Essen halbwegs gut zu essen? Hingehen, wenn die Küche mangels Gästen Feierabend gemacht hat, laut Plan aber noch warmes Essen gereicht wird. Es bleibt zwar trotzdem vorbereitetes Essen, aber es ist sehr frisch zubereitet. Wenigstens etwas. ;-)
  • Warum findet die Blogsuche (von Google) weniger Blogs zu einem bestimmten Schlagwort als die normale Suche?
  • Vegetarier/Veganer sind die wahren Tierquäler. Sie erlösen die Tiere nicht aus ihrem Leid. Außerdem bleiben die nicht verzehrten Tiere unter ihren erbärmlichen Bedingungen länger am Leben.
  • Warum wird eigentlich gegen die Verwendung von Pelzen zur Bekleidung protestiert, aber nicht gegen die Verwendung von Leder? (Antwort von Vince Ebert: Weil man gegen ein Kaffeekränzchen alter Damen besser kämpfen kann als gegen eine Horde Rocker.)
  • Mal eine Idee für einen ganz neuen Blog: Klassiker der deutschen Fernsehunterhaltung und Gründe, weswegen man sie nicht kennt.
  • Ich bin mit dem Internet aufgewachsen. So, wie sich das Netz verbreitet hat, bin auch ich immer breiter geworden.
 

Ölboom in Neubrandenburg

Immer mal was neues, das mögen sich auch die Betreiber eines neuen “Ladens” in Neubrandenburg gesagt haben, als sie den Entschluss fassten, hier eine Filiale aufzubauen. Diesen Markenladen haben wir auch noch nicht in der Stadt, der nächstgelegene ist wohl in Waren. So wird die Shoppingvielfalt in der Vier-Tore-Stadt um eine Marke reicher.

Reich können sicher auch die Betreiber werden, ist doch die Spanne zwischen den Herstellungskosten und dem Vertriebspreis recht hoch. Die Chancen sind also hoch, wenn die Marke gut ankommt, im Umkreis von 40 km gibt es wohl keinen anderen vergleichbaren Laden. Zumindest nicht unter dem Namen …

Es gibt nämlich schon ein paar andere Läden, die ähnliches zu ähnlichem Preis verkaufen, wenn auch unter anderem Namen. Das Markenbewusstsein und die Markenpflege werden also besonders wichtig sein, allerdings sind diese in der Branche, in der sich der “Laden” bewegt, nicht sonderlich ausgeprägt.

So bekommen wir  den 14. “Laden” dieser Art; außer, wenn ich eine Tankstelle vergessen habe mitzuzählen. Ihlenfelder Straße, Höhe ehemaliges Reifenwerk.